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14. Januar 2009

Uri ist wieder auf Sendung (2)

Uri (der isrealische Hobbymagier) ist ja seit einiger Zeit wieder auf Sendung. Mit etwa 7% Zuschauerquote nicht eben erfolgreich.
Deshalb möchte ich nochmal an eine Peinlichkeit der ersten Staffel erinnern.

Ihr erinnert Euch noch, wie Uri damals empört den Trick mit den Nailguns unterbrach, weil er angeblich zu gefährlich war? Farid hatte sich die letzte Nailgun an den Kopf gesetzt. Damals tat er so als, ob er von der Gefährlichkeit des kleinen Tricks völlig überrascht wäre und warf Farid vor den Kindern im Publikum ein schlechtes Vorbild zu sein (I'm very upset!).



Ein paar Monate vorher lief allerdings die gleiche Show in Amerika. Mit den gleichen Tricks! (Nochmal: Andere "Magier" haben die gleichen Tricks gezeigt, wie in der deutschen Sendung!! Jetzt gehen mir langsam die Ausrufezeichen aus!!!) Da fand Uri nichts daran, dass sich Eran Raven nicht nur die letzte, sondern jede Nailgun an den Kopf setzte.



Die Dramaturgie hatte den deutschen Produzenten wohl nicht ausgereicht. Es war noch ein Eklat für die Schlagzeile der Bild nötig.

Hier noch den Tipp vom Freigeistreporter für die, die sich die Kommentare nicht ansehen:
http://gellerentlarvt.wordpress.com/
Der Blog ist wirklich gut.

11. Januar 2009

Wann hat das Leid ein Ende?

Im letzten Jahr durfte ein hilfebedürftiger Senior namens Vincent Raven mit seinem Raben die Nachfolge von Uri Geller antreten. Dazu konnte er selbst einfachste Zaubertricks vor laufender Kamera in den Sand setzen. Erinnert Ihr Euch noch an seine peinlich Voodoovorstellung? Wenn nicht, hier ist das groteske Schauspiel nochmal:



Die Inthronisierung des Wischmobs mit der komischen Sprache war insofern ermutigend, als dass damit die Hoffnung verbunden war, Geller gehe endlich in den Ruhestand geht.
Den einen oder anderen Kindergeburtstag oder eine Autohauseröffnung hätten wir ihm ja gegönnt. So langsam wird aber ruchbar, dass der israelische Aushilfsmagier, trotz nur dreier Tricks, einen Lebensvertrag mit Pro7 hat.

Erst durfte er zwei geschlagene Stunden Aliens rufen, dann oben erwähnten Zausel bei seinen merkwürdigen Hobbys begleiten. Jetzt wird es noch schlimmer: Er darf den Nachfolger des Nachfolgers küren. Wer hätte gedacht, dass Raven und seine fliegende Ratte noch vor Geller auf das Abstellgleis gefahren werden.

Mir fehlen bei so viel Mut in der Programmplanung die Worte!

16. November 2008

Uri ist wieder auf Sendung

Nachbar Klingsor hatte mich in einem Kommentar darauf hingewiesen, dass Uri Geller mal wieder die Sendezeit von Pro 7 verplempern darf. Diesmal um nach Außerirdischen zu suchen. Dazu wurden Signale ins All geschickt und ebensolche aus dem All gesucht. Genau genommen wird das schon seit Jahren gemacht, aber unser israelische Hobbymagier war wohl der Meinung, dass sich die Aliens erst aus der Deckung wagen, wenn er nach ihnen ruft.

Bei einem so abendfüllenden Thema, kann man auch schon mal geschlagene zwei Stunden und 15 Minuten an einem Samstag Abend dafür opfern. Alternativ gab es "Das Supertalent" und den "Musikantenstadl". Da kann man sich ja auch mal einen Abend den zauseligen Besteckzerstörer ansehen.

Also "man". Nicht ich. Ich habe es nämlich recht schnell nicht mehr ausgehalten. Bei "Stargästen" wie Nina Hagen, Erich von Däniken und Johann Klum (wer ist eigentlich Johanna Klum?) braucht man eigentlich gar keinen Uri Geller mehr, um nach kürzester Zeit nur noch ungläubig den Kopf zu schütteln. Zum einen darüber, dass solche Gehirnakrobaten im Fernsehen auftreten dürfen, zum anderen darüber, dass sie dafür vermutlich mehr Geld bekommen als ich für meine sinnvolle Arbeit.

Auch nach mehr als zwei Stunden erfolgloser Suche hatte Uri Geller leider immer noch keiner mitgeteilt, dass die abgesandten Signale mehrere Jahre dauern würden, um potentiell bewohnte Planeten zu erreichen. Derweil hatte man bei der Ansicht dieser Ansammlung von pseudo-wissenschaftlichem Blödsinn und esoterischer Hirnlosigkeit schon Zweifel an der Existenz intelligenten Lebens auf unserem Planeten entwickelt.

Dass es einen großen qualitativen Unterschied gibt zwischen Sendungen in denen Doofe doof quatschen und solchen, in denen Intelligente doof quatschen, konnte man erleben, als das Leid endlich vorbei war: Im WDR begann Dittsche. Da war die Welt wieder in Ordnung.

6. Februar 2008

The Next Uri Geller

Als ob ein zweitklassiker Zauberer, der sich als als übersinnliches Medium bezeichnet, nicht genug wäre für diese Welt, sucht er jetzt auch noch seinen Nachfolger. Ich hatte ja schon die größten Befürchtungen, dass jetzt weitere 40 Jahre Besteck in die Nutzlosigkeit gebogen wird. Dem ist aber nicht so. Die Kandidaten führen mit viel Pathos unterschiedlich schwierige Zaubertricks vor. Dabei tun sie, wie ihnen geheißen und behaupten es handele sich um Übersinnliches. So weit, so spannungsfrei.

Ein Kandidat ragte aber durch seine Dreistigkeit heraus. Nicolai Friedrich hatte ein fertiges Puzzel mit, bei dem nur ein Teil fehlte. Dann ließ er einen Promi (naja, es war eher Katarina Witt) aus einer originalverpackten Packung des gleichen Puzzels ein Teil ziehen. Überraschung, es passte.
Naja, der Trick war schon im Fernsehen leicht zu erkennen. Eine präparierte Puzzelpackung half, dass am Ende nur noch das passende Teil in zigfacher Ausfertigung in der Tüte war. Er genau hinsah und bei seiner besseren Hälfte einen ausreichend große Fernseher durchsetzen konnte, erkannte mehrfach das gleiche, passende Teil.

Nun tricksen die anderen ja auch, aber sie lassen sich wenigstens etwas einfallen. Supermagier Nicolai hat den Trick dagegen einfach im Internet bestellt.
Vermutlich hier.